Informationen zur Beantragung von Beratungshilfe (Prozesskostenhilfe)

Bei Erteilung von Beratungshilfe ist der außergerichtliche Schuldenbereinigungsversuch für Sie kostenlos.

Die Tätigkeit des Rechtsanwalts kann beispielsweise beim Beziehen von Arbeitslosengeld oder Sozialleistungen und bei Arbeitnehmern mit geringem Einkommen über die Beratungshilfe beim zuständigen Amtsgericht abgerechnet werden. So entstehen für den Schuldner keine Kosten für den außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch.

Um Ihnen unnötige Laufereien bei der Beantragung der Beratungshilfe zu ersparen, sollten Folgende Unterlagen für die Antragsstellung zum Amtsgericht mitgenommen werden:

  • Sofern Sie Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II (HARZ 4) beziehen den jeweiligen aktuellen Bewilligungsbescheid für das Arbeitslosengeld.
  • Mietvertrag oder letzten Nachweis der Mieterhöhung
  • Heizkostenabrechnung
  • Kindergeldbescheid /Nachweis durch Kontoauszug
  • Kosten PKW
  • Versicherungsnachweise wenn Sie Versicherungen haben
  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Gehaltsabrechnung (auch vom Ehepartner).
Immer mehr Gerichte bewilligen aus Kostengründen keine Beratungshilfe mehr. Die Antragstellung hat jedoch oft mehr Aussicht auf Erfolg
  • wenn der Schuldner persönlich bei seinem Amtsgericht vorspricht
  • einen Nachweis, über eine Wartezeit von mehr als 6 Monaten bei einer öffentlichen Schuldnerberatung, erbringen kann
  • oder einen Nachweis erbringen kann, dass es Ihm aus beruflichen Gründen nicht möglich ist regelmäßig Termine war zu nehmen. Dies ist z.B. oft bei Berufskraftfahrern, Montagearbeitern der Fall

Wenn Sie Insolvenz beantragen möchten sind die Kosten für den Insolvenzantrag mit der Beratungshilfe nicht abgedeckt. Die Kosten für die Erstellung des Insolvenzantrags können Sie der Kostentabelle entnehmen. Um auch hier die Belastung für Sie so gering wie möglich zu halten, räumen wir Ihnen die Möglichkeit der Ratenzahlung ein.